Die Kinderschutzorganisation PREDA

Die Kinderschutzorganisation Preda (Peoples Recovery, Empowerment and Development Assistance) wurde 1974 von dem irischen Priester und Menschenrechtspreisträger Pater Shay Cullen gegründet. Bis heute ist die Stiftung Anlaufstelle und Therapiezentrum für sexuell missbrauchte sowie ehemalig inhaftierte Kinder. Wir von WeltPartner unterstützen die wichtige Arbeit von Preda durch den Verkauf unserer WeltPartner-Mango-Produkte.
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Preda
& Shay Cullen
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Schutz vor
sexuellem Missbrauch
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Schutz vor
Gefängnis
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Internationale
Kampagnenarbeit

PREDA & Pater Shay Cullen

Als verdeckter Ermittler war er schon unterwegs – in den Rotlichtvierteln und in Gefängnissen auf den Philippinen und weltweit. Er ist ein scharfer Kritiker der Drogenpolitik des philippinischen Präsidenten Duterte. Wenn es um die Kritik an westlichen Reiseveranstaltern geht, die Sextourismus begünstigen, nimmt er kein Blatt vor den Mund: Der Ire Pater Shay Cullen kämpft seit Jahrzehnten für die Rechte und den Schutz von Kindern auf den Philippinen. Er ist die Antriebsfeder und das Gesicht der international aktiven Kinder- und Menschenrechtsorganisation Preda (People´s Recovery, Empowerment and Development Assistance Foundation).

Pater Shay Cullen gründete Preda 1974 gemeinsam mit Alex Corpus Hermoso und Merly Ramirez Hermoso. Bis heute liegt der Sitz der Preda-Stiftung am Rand der Hafenstadt Olongapo auf der philippinischen Hautpinsel Luzon. Dieser Ort ist bis heute eine wichtige Anlaufstelle und ein Therapiezentrum für sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche und ehemalige Gefängniskinder. Seit 1974 bietet die Preda-Stiftung Drogenabhängigen, Straßenkindern und missbrauchten Frauen und Kindern Schutz. Besonders aber kämpft Preda für die Rechte der Kinder auf den Philippinen.

Preda setzt auf ein breites Maßnahmenkonzept im Kampf gegen Kinderprostitution und andere schwere Verstöße gegen die Rechte von Kindern:

•    Boys‘ Home, mit Platz für 60 Jungen
•    Girls‘ Home, mit Platz für 90 Mädchen
•    Therapieangebote in den Kinderschutzzentren
•    Sozialarbeit und umfangreiche Jugendarbeit
•    Juristische Verfolgung der Straftäter bis in die Ursprungsländer
•    Vorbereitung von Gesetzesinitiativen
•    Nationale und internationale Bildungs- und Bewusstseinsarbeit
•    Internationale Kampagnen und Petitionen

Das Fair Trade Mango-Projekt mit dwp - die WeltPartner ist dabei für Preda ein wichtiges Standbein. Zugleich gelingt es damit, den Armutskreislauf und die Abwanderung in die Städte zu durchbrechen – beides Nährboden für die Verelendung der Familien und die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen.

Das Engagement von Pater Shay Cullen zahlt sich aus: er gilt als Mitinitiator der UN-Kinderrechtskonvention. Mehrfach schon wurde er für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen und erhielt in Deutschland unter anderem den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar und den Shalompreis an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Pater Shay Cullen kämpft seit 30 Jahren unerschrocken gegen Gewalt, Missbrauch und Armut auf den Philippinen. Damit eckt er auch an und kommt selbst in lebensbedrohliche Situationen.


Ein Blick zurück: die Anfänge von Preda

Pater Shay Cullen wurde nach seiner Ausbildung an einem irischen College 1969 von der irischen Gemeinschaft St. Columban als Missionar auf die Philippinen geschickt, er arbeitete in der St. Joseph’s Gemeinde in Olongapo City, in unmittelbarer Nähe zum amerikanischen Militärstützpunkt. Dort lebten viele Kinder und Jugendliche in zerrütteten Verhältnissen. Der Grund: Ihre Väter waren meist US-Soldaten, die ihre Familie im Stich gelassen hatten.

Olongapo City war bis Anfang der 1990er-Jahre der größte US-Marinestützpunk in Asien. Im Zuge dessen hat sich dort ein Rotlichtviertel entwickelt, das auch nach dem Rückzug der Amerikaner bestehen blieb. Ein organisierter Sexhandel mit Kindern und jungen Frauen entwickelte sich nach und nach. Es gab immense soziale Probleme, viele Jugendliche waren drogenabhängig.

Die Begegnungen mit diesen schutzlosen, vernachlässigten Kindern und Jugendlichen rüttelten den damals noch sehr jungen Pater auf. „Ich war noch keine Stunde an Land, da musste ich mit ansehen, wie kleine Mädchen auf offener Straße angeboten wurden. Ich war wütend und schockiert über diese brutale Missachtung der Menschenrechte.“ Gemeinsam mit Journalisten machte Pater Shay auf das Problem aufmerksam. Er begann, sich um Kinder zu kümmern, die auf der Straße lebten. Doch das führte und führt zu großem Widerstand: Bis heute werden der Pater und seine Mitarbeiter bedroht und man versucht, PREDA in Misskredit zu bringen.

1972 wurde ein Gesetz erlassen, das die Grundlage für die wahllose Verhaftung vieler Jugendlicher war. Pater Shay gründete das PREDA-Home, zunächst nur für Jungen, um ihnen zu helfen.

1983 deckte Pater Shay einen Kinderprostitutionsring auf, der Kinder an die US-Armee und Sextouristen vermittelte. „Das gefiel weder der US-Armee, noch der philippinischen Regierung“, erinnert sich Pater Shay. Doch die Aufmerksamkeit durch die Öffentlichkeit war immens. Nach dem Fall des Marco-Regimes gab die US-Armee ihre Stützpunkte auf, die Sexindustrie fiel zunächst in sich zusammen, wurde dann aber durch eine neue Sex-Mafia abgelöst. Pater Shay Cullen errichtete ein Zentrum für Straßenkinder, in dem Mädchen und Jungen Zuflucht finden.

Meilensteine und Erfolge in der Arbeit von Preda

1982: PREDA startet eine Kampagne zur Schließung amerikanischer Militärstützpunkte auf den Philippinen. Zehn Jahre später ist es so weit: die US-Marine verlässt das Land, die Stützpunkte werden geschlossen.

1982 wurde ein US-Marine-Offizier angeklagt und von einem Gericht in Guam in 13 Fällen von sexuellem Missbrauch an philippinischen Kinder in Olongapo City für schuldig befunden, nachdem PREDA ermittelt und Beweise gefunden hatte, dass er mehrere Kinder – das jüngste neun Jahre alt – sexuell belästigt hatte. Dies war der erste dokumentierte Fall von Kinderprostitution auf den Philippinen
1989 sind Shay Cullen und PREDA aktiv beim Entwurf des Schlussdokuments für die Rechte des Kindes, das als Grundlage der UN-Konvention für Kinderrechte dient.

1989 arbeitete PREDA zusammen mit der Polizei und Interpol. Ziel war es, zwei norwegische Sextouristen aufzuspüren, die sechs Kinder aus Pagsanjan entführt und nach Oslo gebracht hatten. Erst sprach ein Richter das Paar frei, dann aber zahlte sich die polizeiliche Überwachung aus: ein Videoband, auf dem die beiden Pädophilen zu sehen waren, konnte abgefangen und als Beweismittel verwendet werden. Die beiden wurden inhaftiert.

1993 führt PREDA eine Schadensersatzklage vor dem US-Beschwerdebericht, im Namen der filipino-amerikanischen Kinder. Dabei sprach Pater Shay auch vor dem US-Kongress und dem State Department. Mit Hilfe von Kirchengruppen aus Washington DC gelingt, es, einen Beschluss des Kongresses zu erwirken, der diesen Kindern Hilfen in Höhe von 650.000 US Dollar zusichert.

1994 überwachte PREDA einen Australier, was zu seiner Verhaftung und Anklage in Olongapo führte. Er wurde zu 9 bis 14 Jahren Haft verurteilt. 1999 brachte dieser seinen Fall vor das Revisionsgericht. Das Revisionsgericht hielt die Entscheidung aufrecht und hob das Strafmaß sogar auf 20 Jahre an. 2000 ging er wieder in Berufung. Er wurde 2001 freigesprochen und aus dem Gefängnis entlassen.

1995 berief Präsident Fidel V. Ramos einen Präsidialausschuss für den besonderen Schutz der Kinder. PREDA wurde zum Berater des Ausschusses ernannt. Ein hartes Durchgreifen gegen den Handel mit Kindern für die Prostitution wurde gefordert. Tatsächlich wurden mehr einheimische und ausländische Pädophile verhaftet und angeklagt.

1995 ermittelte man gegen einen britischen Sextourveranstalter. Mit Hilfe von Beweisen, die PREDA gesammelt hatte wurde dieser angeklagt und verurteilt. Außerdem half PREDA auf Anfrage der britischen Polizei bei der Suche und Überwachung eines Briten, der wegen sexuellem Missbrauch und Mord an einem neunjährigen Jungen in Bristol gesucht wurde. Mit Erfolg: Dieser wurde verhaftet und zur Anklage nach England ausgeliefert.

1996 führte PREDA eine Klage gegen einen deutschen Pädophilen. Er wurde in Deutschland angeklagt und für Kindsmissbrauch, der auf den Philippinen stattfand, verurteilt.

1996 nahmen Pater Shay Cullen  und ein Mädchen aus dem PREDA-Kinderheim als Vertreter der Organisation am Weltkongress gegen sexuellen Missbrauch in Stockholm teil.

1998 wurde ein Japaner angeklagt, der Jahre, bevor das Kinderschutzgesetzt in Kraft treten sollte, philippinische Kinder missbraucht hatte. In einem Fall von Missbrauch aus dem Jahr 1996 war dieser freigesprochen worden. PREDA führte die Klage im Fall von 1991, für die  zu 46 Jahren Haft verurteilt wurde.

1999 hielt Pater Shay bei der Feier zum 10-jährigen Bestehen der Konvention für die Kinderrechte in Helsinki eine wegweisende Rede.

2000 wurde ein französischer Pädophiler angeklagt und zu lebenslanger Haft verurteilt. 1995 war er von PREDA angeklagt worden, nachdem Beweise gefunden worden waren, dass er Jungen in Olongapo verletzt hatte. Er wurde verurteilt, starb aber ein paar Wochen später – angeblich an AIDS.

2000 wurde Pater Shay Cullen der Menschenrechtspreis der Stadt Weimar verliehen

2001 nominierten Parlamentsabgeordnete aus Großbritannien und Deutschland Father Shay für den Friedensnobelpreis.

2003 folgte die zweite Nominierung für den Friedensnobelpreis, diesmal durch Parlamentarier aus Kanada, Großbritannien und Deutschland.

2003 erhielt er den Prix Caritas, mit dem Menschen geehrt werden, die für ihr Engagement, ihre herausragende Arbeit im Bereich des Sozialen, in der Entwicklungszusammenarbeit oder in der interkulturellen Verständigung geehrt werden.

2017 wurde Shay Cullen für seine Menschenrechtsarbeit mit dem Shalompreis ausgezeichnet, der vom Arbeitskreis für Gerechtigkeit und Frieden an der Katholischen Universität Eichstätt verliehen wird.

2017 erhielt er auch die Martin-Buber Plakette, mit der Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich in verantwortungsvoller Weise anderen begegnen, ihnen zuhörend entgegentreten und helfen, wie es der Verein formuliert.

Schutz vor sexuellem Missbrauch

Frauen und Kinder werden in der Sexindustrie am stärksten ausgebeutet. Sie werden wie Sklaven behandelt. Die Regierung erteilt sogar Lizenzen für den Betrieb solcher Bordelle.

In den Schutz-Einrichtungen von Preda finden sexuell missbrauchte Jungen und Mädchen ein neues Zuhause und können das Erlebte durch Therapien, wie z.B. durch die Schreitherapie, verarbeiten.

Im Preda-Mädchenhaus (Girls‘ Home) leben z.B. aktuell 63 Mädchen, die Preda aus Zwangsprostitutionsverhältnissen befreien konnte  oder die im familiären Umfeld sexuell missbraucht worden sind. Neben der psychologischer Betreuung durch ausgebildete Fachkräfte erhalten die Mädchen und Jungen auch medizinische Versorgung und können in die Schule gehen.

Ein wichtiges Urteil

Es ist ein weiter Weg, das Preda-Team muss sich mit hochrangigen Politikern auseinandersetzen, die Sexbars tolerieren und schlimmstenfalls sogar die Sexindustrie unterstützen. Überführte Pädophile werden strafrechtlich oft nicht verfolgt, bis heute nicht.

Immer wieder hat Pater Shay, wie er von Freunden und Weggefährten achtungsvoll genannt wird, als Zeuge gegen Sextouristen vor Gericht ausgesagt. 1996 sorgte er für ein wegweisendes und damals spektakuläres Gerichtsurteil: Durch sein Engagement wurde erstmals ein Kinderschänder in Deutschland wegen eines im Ausland – auf den Philippinen – begangenen Verbrechens verurteilt.  Der Mann hatte tagelang ein elfjähriges Mädchen missbraucht, wurde von den philippinischen Behörden aber gegen Kaution freigelassen und flog in sein Heimatland Deutschland zurück. Pater Shay verfolgte ihn und brachte ihn vor ein deutsches Gericht.

Schutz vor Gefängnis

Viele Kinder wachsen auf den Philippinen ohne ihre Eltern auf. Sie leben als Landstreicher auf der Straße. Sie „versorgen“ sich durch Diebstähle selbst mit Nahrungsmitteln, Kleidung, Handys. Nicht selten werden sie hart verurteilt. Die Regierung und Teile der Gesellschaft sehen sie als „Kinder in Konflikt mit dem Gesetz“.

Entgegen aller Rechtsgrundlagen sitzen in philippinischen Gefängnissen immer noch eine große Zahl an Kindern und Jugendlichen. Manche wurden von korrupten Polizisten aufgegriffen, um ihre Eltern zur Zahlung einer Kaution zu zwingen. Straßenkinder, die meist wegen Bagatelldelikten weggesperrt werden, haben keine Chance auf eine schnelle Freilassung. Sie kennen weder ihre Rechte, noch können sie ihre Eltern informieren. Die Kinder leben dort unter schlimmsten Bedingungen in Gefängnissen oder davon kaum unterscheidbaren Jugendanstalten. Die Situation in den überfüllten, unhygienischen Räumen ist menschenverachtend. Die Regierung nennt diese Jugendanstalten „Häuser der Hoffnung“. Doch die Kinder werden dort meist wie kriminelle Erwachsene behandelt. Sie verbringen die meiste Zeit in geschlossenen Zellenhinter Gittern, haben kaum Zugang zu Bildung, man redet ihnen ein, sie seien „böse und schlecht“.

Dazu kommt der „Krieg gegen Drogen“, den der Präsident mit aller Härte führt. Kinder und junge Menschen werden zu Zielobjekten, die auf offener Straße umgebracht werden – für jede Ermordung durch die Polizei gibt es Kopfgeld, berichtet Shay Cullen. Selbst bei Verletzung der Menschenrechte sind sie vor einer Strafverfolgung geschützt.

Der Priester und sein Team haben bereits hunderte Kinder und Jugendliche befreit, die teilweise jahrelang weggesperrt worden waren. Die Ärzte, Sozialarbeiter und Anwälte von Preda arbeiten dabei schon immer eng mit den örtlichen Behörden zusammen.

Im Preda-Jungenhaus (Boys’ Home) leben derzeit 55 Jungen, die dort psychologisch betreut werden. Neben dem Schulunterricht  werden auch Ausbildungskurse angeboten.  Auch an Sportmöglichkeiten wie z.B. auf dem eigenen Basketballplatz, mangelt es nicht.  Die Kinder werden durch feste Bezugspersonen betreut, die ihnen auch dabei helfen zu ihren Familien zurückzukehren. Auch nach der Integration in ihre Familien halten Preda-Sozialarbeiter die Unterstützung aufrecht und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Gefängnis / Jugendanstalt

Preda-Jungenhaus

Internationale Kampagnenarbeit

1996 sorgte Pater Shay Cullen für ein wegweisendes und damals spektakuläres Gerichtsurteil: Durch sein Engagement wurde erstmals ein Kinderschänder in Deutschland wegen eines im Ausland – auf den Philippinen – begangenen Verbrechens verurteilt. Diese Arbeit leistet PREDA seither kontinuierlich, und hat schon viel erreichen können.

Allein 2018 erwirkte das Team in 17 Prozessen Verurteilungen von Missbrauchstätern auf den Philippinen sowie ein Gerichtsurteil am High Court in London. Viele weitere Prozesse sind noch anhängig.

Aktion: Kein Gefängnis für Kinder!
Die aktuelle „konzertierte Aktion“ von Preda, WeltPartner und anderen international agierenden Organisationen ist nicht die erste und wird nicht die letzte sein.  Setzen Sie sich jetzt mit uns und Preda dafür ein, dass das Mindestalter für Strafmündigkeit nicht wie geplant von derzeit 15 Jahren auf 12 Jahre gesenkt werden soll.

Unser Film:
Ab Minute 8:45: PREDA & Pater Shay Cullen

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